Darko ist zu schnell für diese Welt

Immer wenn sein CEO ihm eine Deadline vorgibt, hinterfragt er, warum er dafür solange Zeit bekommt und nicht schon eher liefern darf. Ein bisschen typisch für das dynamische Startup-Umfeld, in dem er arbeitet - allerdings legt Darko noch eine Schippe obendrauf. Er ist smart und schnell. Und erwartet von sich und seiner Umwelt immer perfekte Ergebnisse. Der hohe Anspruch, den er an sich hat, ist Motivation und Treiber für ihn. Nur leider strahlt er diese Erwartungshaltung auch auf seine Kollegen und seinen Chef aus. Darko wird als pushy wahrgenommen und seine Kollegen fühlen sich von ihm unter Druck gesetzt. Sein Chef weiß gar nicht, wie er ihn überhaupt im Unternehmen halten soll. So einen Mitarbeiter wie ihn darf er auf keinen Fall verlieren. 

Allerdings gibt es auch eine andere Seite von Darko: Manchmal platzt ihm vor Ungeduld der Kragen, und er macht seinem Ärger Luft. Allerdings nicht differenziert, professionell und erwachsen, sondern eher kindisch und trotzig wie ein pubertierender Teenager. Dann bekommt sein Chef doch Zweifel, wie er damit umgehen soll. An Darko ziehen solche Situationen vorüber, denn er realisiert gar nicht, wie er auf seine Umwelt wirkt. Er hat nur Augen für sich und die Projekte, an denen er arbeitet und fokussiert sich auf seine Leistungsmaximierung und die Ergebnisse. Ihm fehlt das Bewusstsein, dass er in einem Team arbeitet und hat noch nicht verstanden, dass Teamfähigkeit nicht bedeutet, dass alle nach seiner Pfeife tanzen. Sich auf seine Mitmenschen einzulassen, empathisch in zwischenmenschliche Beziehungen zu treten und zuzuhören: All das hat Darko in seinem Studium leider nicht gelernt.