Jobhopping – positiv oder negativ?

Nehmen wir mal an, Sie haben schon die ersten Schritte in Ihrem Berufsleben hinter sich und bereits wiederholt – und jeweils nach kurzer Zeit – den Job gewechselt. Auch hier ist die Frage, ob Sie im Gespräch eine plausible Erklärung liefern können.

Wenn Sie angeben, dass der Chef 3-mal ein Vollidiot war, dann wird das immer ein negatives Bild auf Sie werfen, weil der Verdacht nahe liegt, dass alle Autoritäten für Sie Vollidioten sind. Wenn Sie durch einen Chef Mobbing oder sexuelle Belästigung erlebt haben, wird jeder verstehen können, dass Sie nach kurzer Zeit wieder gekündigt und dieses Umfeld verlassen haben. Wenn man Ihnen ganz tolle Dinge im Interview versprochen hat und diese dann nicht eingelöst worden sind, obwohl Sie in der Probezeit diesbezüglich wiederholt nachgefragt haben, ist eine frühzeitige Kündigung nachvollziehbar. Handelt es sich dabei um Hygiene-Faktoren, wie einen versprochenen Obstkorb, der nun fehlt, versteht das niemand – sind Sie als Produktmanager eingestellt worden und sollen jetzt auch die Toilettenreinigung übernehmen, geht das gar nicht.

Wie so oft im Leben gilt auch bei diesen Themen: „Es kommt darauf an ...“ Da es Ihr Leben ist, das Sie vorstellen, werden Sie immer gute Gründe gehabt haben, warum Sie diesen oder jenen Job wieder verlassen haben. Stehen Sie dazu, und erzählen Sie den Grund dafür, dann bleiben Sie authentisch und für den Recruiter wird nachvollziehbar, nach welchen Prinzipien Sie handeln.