Mona wird ignoriert

Als sie ihren Job als Junior-Projektassistentin angefangen hat, war sie die Einzige auf dieser Position. Alle ihre Kollegen sind schon seit mindestens zehn Jahren in dem Job und wesentlich erfahrener als sie. Die Stelle wurde neu geschaffen, um die älteren Kollegen zu entlasten, daher hat sie auch nur die Zuarbeiten zu machen. Wirklich spannend ist das nicht, denn niemand erklärt ihr, was mit ihren Arbeitsergebnissen im Anschluss passiert. Man behandelt sie wie Luft. Vergisst, sie zu Besprechungen einzuladen. Im ersten Vierteljahr wird Mona noch nicht mal gegrüßt, wenn sie in der Früh einen „Guten Morgen“ wünscht, und abends verabschiedet sich niemand von ihr. Es ist nicht so, dass die Stimmung in ihrer Firma generell schlecht ist, aber sie als Projektassistentin scheint es wohl nicht wert zu sein, dass man sie wahrnimmt. Das zehrt an ihrem Selbstbewusstsein. Sie würde am liebsten wieder kündigen, obwohl sie sich doch so auf den Job gefreut hatte - im Vorstellungsgespräch hieß es noch, dass sie viele spannende Aufgaben übernehmen darf, wenn sie sich erstmal eingearbeitet hat. Auch die Aussicht, mit der Zeit in größere und aufregendere Projekte einbezogen zu werden, hält sie momentan noch davon ab, zu kündigen. Niemand weiß, wie lange noch.