Philipp sind die Schuhe noch zu groß, in denen er läuft

Für einen 26-Jährigen ist es eine große Leistung, wenn man ihm in dem namhaften Unternehmen, in dem er arbeitet, in so jungen Jahren bereits die Projektleitung für ein Projekt dieser Größenordnung überträgt. Eine tolle Anerkennung seiner bisherigen Erfolge und Vertrauen in das Potential, das in ihm steckt. Doch nun sind alle Augen auf ihn gerichtet, und er muss liefern. Philipp steht im Spannungsfeld zwischen der Erreichung der von oben geforderten Ergebnisse, einem Projektteam mit Alphatier-Kollegen und schwer zu steuernden externen Dienstleistern. Die Performance im Projekt muss stimmen, aber der Teamgeist und die Stimmung dürfen nicht leiden. Nur weiß er nicht, wie er die internen Teams mit vielen erfahrenen Kollegen aussteuern soll, ohne dass ihn gleichzeitig die externen Service-Provider über den Tisch ziehen. Wie scharf darf der Ton sein? Wie geht man mit politischen Spielchen um? Wann muss er Themen nach oben eskalieren und was sollte sein Management besser nicht erfahren? Diese herausfordernde Aufgabe hat ihren Reiz und macht ihm auch Spaß, solange er das Gefühl hat, alles im Griff zu haben. Dennoch bleiben eine permanente Anspannung und Unsicherheit, denn er muss immer aufmerksam sein, um auf dem gefährlichen Terrain nicht unter die Räder zu kommen. Der Druck hat auch Auswirkungen auf sein Privatleben, denn immer öfter ist er gereizt und streitet sich mit seiner Freundin. Zum Sport geht er schon seit Monaten nicht mehr, und auch mit Freunden hat er sich seit längerem nicht mehr getroffen. Sein Mentor gibt ihm hier und da mal einen Tipp und will ihm Mut machen, aber in vielen Situationen ist Philipp sich dann doch wieder unsicher, wie er entscheiden bzw. sich verhalten soll. Ihn überkommt immer mal wieder die Panik, dass der Job vielleicht doch eine Nummer zu groß für ihn ist, und dann fühlt er sich ganz hilflos und verzweifelt, wie es weitergehen soll.