Sarah darf den kurzen Rock ruhig öfter tragen

Als junge, weibliche, blonde Führungskraft unter dreißig hat man es nicht immer leicht und muss viel aushalten - auch so manchen blöden Spruch der älteren männlichen Kollegen. Im Sommer trägt die junge Frau an einem warmen Tag einen Rock und bekommt zu hören, dass sie diesen Rock ruhig öfter tragen kann, weil sich der Kollege an den Anblick ihrer Beine durchaus gewöhnen könnte. Als Sarah ihn zur Rede stellt, dass er solche blöden Sprüche lassen soll, wird sie als „frigide“ und „steif“ beschimpft - „die soll sich mal nicht so haben. Nicht mal ein Kompliment darf man machen!“ Sarahs Chef, dem sie von dem Vorfall berichtet, nimmt den Kollegen in Schutz. Denn wenn man nun mal eine junge und charmante Frau sei, dann müsse man mit sowas rechnen. Ihr Chef sieht ohnehin in erster Linie ihr Aussehen und Sarah wiederholt als Geheimwaffe, die bei kritischen Besprechungen oder schwierigen Kunden eingesetzt wird. „Dann holen wir einfach die Sarah mit dazu, und die kriegt das dann mit ihrem Charme wieder hin …“ Sie ist davon total genervt und wünscht sich, dass man ihre Leistung und die tollen Ergebnisse sieht, die sie mit ihrem Team erreicht. 

Besonders hervorzuheben ist allerdings Sarahs übergeordneter Chef aus der Nachbarabteilung: Ihm ist der Nachwuchs ganz besonderes wichtig, er setzt sich für junge - vor allem weibliche - Mitarbeiter ein und sieht in Sarah großes Potential. Doch da er weiß, wie schwer es speziell junge Frauen im Job haben, bietet er ihr wiederholt seine Hilfe an und wäre gerne als ihr Mentor immer für sie da. Bei einer Veranstaltung nimmt er sie zur Seite und empfiehlt ihr, für ihre weitere Karriere mal abends zum Essen nach Hause zu ihm zu kommen. Für so etwas Vertrauliches wie ein Mentoring sollte man nicht die Büroräume wählen. Mit seinem großen Erfahrungsschatz kann er ihr bestimmt noch viel beibringen. Er steht ja in gutem Kontakt zur Geschäftsführung und kann bestimmt was machen für ihre Karriere …