Sebastian und der hochnäsige Assistent

Ein Fehler auf der Website ist der Anlass für eine aufgebrachte Mail des Assistenten der Geschäftsführung. Eine Veranstaltung ist versehentlich mit dem falschen Datum hinterlegt worden. Anlass genug für den aufstrebenden Assistenten an einen großen Verteiler mit zahlreichen Führungskräften per Mail loszupoltern: „Was ist hier schon wieder schiefgelaufen???“ sind die wenigen Worte in der Mail. Sebastian versucht ihn direkt anzurufen, um ihm mitzuteilen, dass das Problem bereits erkannt ist und die Agentur den Fehler innerhalb der nächsten Stunde entfernen wird. Den Anruf nimmt der Assistent aber nicht an, denn er redet nicht mit dem jungen Kollegen, sondern nur mit Führungskräften. Obwohl Sebastian es lange klingeln lässt, geht er nicht dran. Kaum hat er aufgelegt, klingelt bei Sebastians Chef das Telefon und der Assistent ruft an, um Druck zu machen. Sebastian sitzt direkt neben seinem Chef und fragt sich, weshalb der Geschäftsführungs-Assistent nicht einfach seinen Anruf entgegengenommen hat. Auch spätere Anrufversuche von Sebastian gehen ins Leere. Eine Mail-Antwort bleibt unbeantwortet. Sebastian erhält keine Gelegenheit, sich zu erklären. Der Assistent ist nur drei Jahre älter als er, aber immerhin wesentlich weiter in der Hackordnung. Gegrüßt wird Sebastian von ihm nur, wenn der Geschäftsführer mit dabei ist, ansonsten würdigt ihn der Assistent noch nicht mal eines Blickes und geht wortlos an ihm vorbei. Für Sebastian ist die Situation belastend, da er eigentlich gerne in der Firma weiterarbeiten würde, aber er ist unsicher, welchen Eindruck der Assistent der Geschäftsführung einflüstert.