Wie äußert man eigentlich konstruktiv Kritik?

Am einfachsten ist es, dem anderen zu sagen, dass er ein Idiot ist und alles falsch gemacht hat – aber das wäre schlecht für die weitere Zusammenarbeit. Daher sollte man lernen, konstruktiv Kritik zu äußern.

Das richtige Timing ist dabei genauso entscheidend wie die innere Grundeinstellung dem anderen gegenüber. Es geht nicht darum, den anderen fertigzumachen und auch nicht um eine grundsätzliche Abrechnung. Vielmehr ist Kritik die Rückmeldung, wie man das Verhalten eines anderen empfunden hat und was man sich wünschen würde. Das kann man bei aller inhaltlichen Klarheit auch sehr wertschätzend und empathisch äußern. In der Vorbereitung sollte man sich gut überlegen, was genau man kritisieren will – keine Verallgemeinerungen, sondern ganz präzise formulieren ist die Erfolgsformel! Nur wenn man selbst Klarheit darüber hat, was genau einem stinkt, kann man das auch entsprechend klar und verständlich rüberbringen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Gegenüber auch klar verstanden hat, was genau kritisiert wurde und erhält somit die Möglichkeit, etwas zu verändern. Natürlich sollte man die Kritik ausgewogen formulieren und nicht 20 Kritikpunkte gleichzeitig ansprechen. Und als Meister der konstruktiven Kritik gelingt es einem sogar, dass man alternative Lösungsvorschläge macht. Einfach beim nächsten Mal daran denken und üben, üben, üben.