Wie gebe und nehme ich Feedback?

Sowohl beim Feedback-Geben als auch beim -Nehmen gibt es ein paar Dinge, auf die man achten sollte:

Will man seinem Kollegen, Chef oder Mitarbeiter Feedback geben, dann sollte man das zeitnah tun. Denn jemandem etwas rückmelden, das bereits vor Wochen passiert ist, bringt nichts. Außerdem gehört es zu den Regeln des Feedback, dass man seinem Gegenüber persönlich sagt, wie man eine Situation erlebt hat. Auf keinen Fall per Mail oder WhatsApp – immer im persönlichen Gespräch! Bei seinem Feedback muss man natürlich konkret sein. Verallgemeinerungen wie „immer“, „nie“ und „überhaupt“ haben nichts im Feedback verloren. Als Merkregel gilt das WWW: Wahrnehmung – Wirkung – Wunsch. In dieser Reihenfolge sollte man sein Feedback aufbauen. „Ich habe wahrgenommen, dass du XYZ gemacht hast. Das hat auf mich ABC gewirkt. Ich wünsche mir, dass du in Zukunft ZYX machst.“ Und wichtig: Man spricht immer nur von seiner eigenen Wahrnehmung und nicht wie ein anderer Kollege das gesehen hat – daher immer als Ich-Botschaft formulieren.

Wenn man das Feedback annimmt, sollte man darauf achten, dass man aufmerksam zuhört. Rechtfertigungen oder ausschweifende Begründungen sind tabu. Es handelt sich schließlich um die Wahrnehmung des Feedback-Gebers – und diese Wahrnehmung ist nicht diskutierbar. Auch wenn die Rückmeldung vielleicht unangenehm oder gar schmerzhaft war: Da es den anderen bestimmt Mut gekostet hat, Ihnen das zu sagen, sollten Sie sich immer dafür bedanken. Denn jedes Feedback ist immer eine Chance, um zu lernen und sich weiterzuentwickeln.